Geschichte Fertigungskiosk

28. April 2014

Die (An-)Fertigung von Produkten geht weit in die Vergangenheit der Menschheitsgeschichte zurück. Interessant ist die Entstehung eines florierenden Handwerks, welches sich im Feudalismus schon auf einen Tauschwert Ware gegen Ware, dann auch auf Geld entwickelte. Umso besser die Handelsbedingungen wurden, desto breiter konnte sich das Handwerk flächendeckend entfalten.

Mit Entstehung des Kapitalismus führte diese Entwicklung zu Industriebetrieben, die technisch immer besser in der Lage waren, Produkte serienmäßig effektiv und kostengünstig herzustellen. Jedoch war dieser Prozess noch sehr lange mit ausgeprägten Fertigungstiefen der jeweiligen Hersteller verbunden. D.h., fast alle Produktionsschritte, von der Halbzeugherstellung eventuell mal abgesehen, wurden im jeweiligen Unternehmen vorgenommen, so dass tiefgreifende Prozessketten in allen Unternehmen durchgängig vorhanden waren.

Mit der immer weiter um sich greifenden Globalisierung der Wirtschaft, aber nicht nur dadurch, sondern auch durch Preisdruck auf Produkte auf Grund steigenden Wettbewerbes und einer sich immer mehr spezialisierenden Wirtschaft und Industrie, entstand ab Mitte des 20sten Jahrhunderts eine immer breiter wachsende Mittelschicht in der Industrie, die Technologien spezialisiert auf schmale Prozesse am Markt anbot. Das verschaffte der Industrie den Vorteil, hochwertige Prozesse von sehr guten Fachfirmen günstig einzukaufen. Die Fertigungstiefe in den Industrieunternehmen geht seit dem immer weiter zurück, im Gegensatz schreitet die Spezialisierung in klein- und mittelständigen Firmen immer weiter voran, so dass es nicht wenige Industrieanbieter gibt, die ihre Produkte heute ausschließlich aus Zulieferteilen montieren und selbst keine Fertigung im eigentlichem Sinne mehr betreiben.

Das ist der industrielle Stand der Gegenwart, der den großen Industriefirmen große Vorteile verschafft, da diese sich am Markt fast nach Belieben bedienen können, der aber den klein- und mittelständigen Firmen das Leben erschwert. Der Konkurrenzdruck ist enorm, Preisverfall an der Tagesordnung und die Schere bei Lohn und Gehalt der Mitarbeiter, verglichen zur Großindustrie ist so gravierend, dass große Teile der Lohnlieferanten kaum noch gutes Fachpersonal an sich binden können.

Vor diesem Hintergrund soll ein Fertigungskiosk eine Verbindung verschiedener mittelständiger Firmen her- und darstellen, die sich in einer technologischen Kette befinden, sich also nicht per Konkurrenz im Wege stehen, sonder sich soweit ergänzen, dass letztlich hier wieder eine Abfolge von Technologien entsteht, die im Idealfall von der Konstruktion bis hin zum Fertigprodukt funktioniert. Das verleiht gleichzeitig auch großen Industriebetrieben eine durchaus gute Alternative für ihren Einkauf. Dort kann die Verwaltung entlastet werden, weil bislang ganz verschiedene Einkaufspositionen dann über eine Kontaktadresse abgewickelt werden können, selbst von Beginn der Konstruktionen ab betrachtet, können hier die Aufträge bis zu ganzen Baugruppen, etc. vergeben werden. Der Aufwand in den Industriebetrieben sinkt somit weiter und die Zulieferindustrie (der Fertigungskiosk) sichert sich aber dadurch auch ein deutliches Alleinstellungsmerkmal, welches nicht kurzfristig von ihren Konkurrenten ersetzbar ist. Der Preisdruck wirkt sich zunehmend weniger hart auf die gemeinsam agierenden Zulieferer aus, die Fertigungstiefe im Fertigungskiosk insgesamt nimmt erheblich zu, obwohl dieser Zuwachs die einzelnen Firmen nicht mehr belastet als vorher.

Weitere Vorteile sind die Nutzung von Kundendaten der bislang einzeln agierenden Mitgliedsfirmen im Verbund, aber auch die Umsetzung von Ideen zur Technolgieverbesserung/Produktentwicklung in einzelnen Unternehmen oder für mehrere Fertigungskioskteilnehmer. Die Kosten für Vertriebsarbeit werden reduziert und gemeinsam lassen sich Fachkräfte, z.Bsp. um neue Wege der Vermarktung zu erschließen, auch besser finanzieren, als wenn dies jede Firma für sich versucht. Weitere Synergieeffekte sind möglich und es werden von den Akteuren in der praktischen Arbeit auch immer mehr erkannt.

Letztlich ist ein Fertigungskiosk ein Netzwerk der verarbeitenden Industrie, welches alle Marketing- und Vertriebsprobleme die in klein- und mittelständigen Firmen auftreten angeht und mit gemeinsamen Strategien versucht diese zu beseitigen und ständig dahingehende Prozesse zu verbessern.

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